Breimann & Bruun Landschaftsarchitektur

Bundesgartenschau

Schwerin 2009

Der Garten des 21. Jahrhunderts

Breimann & Bruun waren Generalplaner der letztjährigen Bundesgartenschau (BUGA) in Schwerin (23. April bis 11. Oktober 09). Dabei handelt es sich insbesondere um drei Kernstücke der BUGA: den Eingangsbereich, die schwimmende Wiese sowie die Erweiterung des Burgsees - insgesamt wurden hier 85.000 Quadratmeter Fläche gärtnerisch und landschaftsarchitektonisch konzipiert, gestaltet und kosteneffizient verantwortet. Es entstand der Garten des 21. Jahrhunderts.

Der Eingangsbereich

Er ist 30.000 Quadratmeter groß, hier startet man den Besuch der BUGA. Besonders auffällig ist das Blätterdach - bestehend aus über 200 Goldrobinien, das für lichte, schöne Lichtverhältnisse auf dem Platz sorgt. Zudem empfängt die Besucher mit dem Garten der Farben eine besonders eigenwillige Blumenwelt: zahlreiche Kübel, die mit zehntausenden von Sommer- und Frühjahrsblumen, Sträuchern und Stauden bepflanzt sind, formieren eine Farbkaskade an, die ihresgleichen in Europa sucht. Vom Eingangsplatz aus, umfasst von einer 80 Meter breiten Treppenanlage, hat der Besucher nun eine einmalige Sicht auf das Schloss und die Altstadt Schwerins.

Die schwimmende Wiese

Vor Schwerins historischer Stadtkulisse und dem barocken Schlossgarten liegt nun - wie eine Insel - die spektakuläre schwimmende Wiese, eine der Hauptattraktionen der Bundesgartenschau. Sie ist als begehbare Fläche angelegt, ihr Bodenbelag besteht aus recycelten und getrommelten Glas von 700.000 grünen Weinflaschen. Auf der schwimmenden Wiese sind mehr als 80 mandarinenförmige Reliefs von den Landschaftsarchitekten Breimann & Bruun angelegt worden - der Garten der Gräser. Es werden ein- und mehrjährige Gräser gezeigt, die kombiniert wurden mit Wechselflor und Stauden. Einmal mehr taucht man auf 30.000 Quadratmetern in ein Meer von Farben ein: Bronze, Blau, Rosa, Schwarzrot und diversen grünen Abstufungen. Diese Inszenierung gilt als sehr modernes Pendant zum barocken Ensemble vom Schweriner Schloss und dessen Garten.

Die Erweiterung des Burgsees

Durch die Vergrößerung des vormals sehr vernachlässigten Burgsees wurde die Installation der schwimmenden Wiese überhaupt erst möglich. Wurde der See früher sogar als Abfallkippe genutzt - die Rückstände daraus sind komplett entsorgt worden - so ist er durch die erweiterte Gestaltung von Breimann & Bruun zu einem der zentralen Elemente der BUGA geworden. Jetzt können die Bürger Schwerins und die nationalen und internationalen Besucher der BUGA, nicht zu letzt durch die Anlage einiger verbindender Übergänge, den See in seiner Erweiterung um rund 25.000 Quadratmeter als einen integralen Teil der Landeshauptstadt Meckenlenburg-Vorpommerns neu erfahren und erleben.

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